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Design Thinking für Portal über unheilbare Krankheit

In einem Pitch machte die BGA Group Vorschläge zum Relaunch eines stärker patientenorientierten Portals zu Lungenhochdruck. Mit etwa 30 bis 50 Betroffenen pro einer Millionen Menschen ist Lungenhochdruck eine seltene Krankheit. Die geringe Bekanntheit und die unspezifischen Symptome der Erkrankung führen dazu, dass diese häufig erst spät erkannt wird. Auch wenn die Krankheit nach wie vor nicht geheilt werden kann, können Lebenserwartung und Lebensqualität der Patienten heute durch Medikamente deutlich verbessert werden. 

 

Die Herausforderung bestand darin, ein inhaltliches Konzept zu entwickeln, das die Folgen der unheilbaren Krankheit nicht verharmlost, aber dennoch den Betroffenen Lebensmut vermittelt. In einer ersten Phase versuchte ich nach Design Thinking Prinzipien, über sekundären User Research Empathie für die Betroffenen und deren Angehörigen zu entwickeln. Schnell wurde deutlich, dass die Mehrheit der Patienten sehr gut über die Krankheit informiert ist und eine gut auf sie abgestimmte medikamentöse Behandlung erhält. Die Recherche deckte jedoch auch typische Probleme auf, mit denen die Erkrankten in ihrem Alltag zu kämpfen haben. Aus diesen Erkenntnissen wurden sinnvolle Funktionen für das neue Portal abgeleitet und konzipiert.

Design Thinking for patient portal with meaningful functionality

Stärker als bisher bietet das Portal Tipps für alltägliche Herausforderungen und Erfahrungsberichte, wie etwa Empfehlungen zu Ernährung, einer Checkliste für soziale Fragen oder dem Biowetter. Ein Risiko Check, der nach dem Auftreten typischer Symptome, Vorerkrankungen und anderen Risikofaktoren fragt, soll ermutigen, eventuelle Symptome zeitnah von einem qualifizierten Arzt klären zu lassen, statt den Arztbesuch zu lange herauszuzögern. 

 

Die stärkere Patientenorientierung spiegelte sich auch in einer veränderten Informationsarchitektur wider. Informationen wurden stärker gebündelt, wie etwa die Zusammenführung von Kompetenzzentren und Selbsthilfegruppen in einer zentralen, interaktiven Karte oder die Integration des Glossars als Tooltip statt auf einer eigenen Seite. Interaktive Infografiken lockern den Inhalt auf und machen die komplexen Informationen einfacher verständlich. Als weitere Ausbaustufe wäre beispielsweise ein Ärztebereich denkbar, zu dem über einen Doc-Check Login nur medizinisches Fachpersonal Zugriff hätte. Dort könnten Branchen-News veröffentlicht werden und Ärzte könnten Patienteninformationen beziehen oder CME Punkte für die Teilnahme an Online-Kursen erwerben.

 

Ziel des Portals ist es, aktuelle seriöse Informationen zu der Krankheit zu bieten und den Patienten mit Tipps für alltägliche Herausforderungen und Erfahrungsberichten das Gefühl zu geben, mit der Krankheit nicht alleine zu sein. 

Agentur // BGA Group

Kunde // Biopharmazeutisches Unternehmen

Jahr // 2010

Rolle // Recherche, Inhaltskonzept, Kreativdirektion