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Schnell zu besseren Google Analytics Daten

14.10.2014 in DeutschKnow-HowOnline-Marketing  von Katrin Mathis

Immer wieder erlebe ich in Google Analytics Schulungen oder in der Beratung, wie wenig die Möglichkeiten von Google Analytics genutzt werden. Während einige Funktionen, wie Event-Tracking oder benutzerdefinierte Dimensionen tatsächlich einen gewissen Aufwand in der Implementierung bedeuten, gibt es auch zahlreiche kleinere Stellschrauben. In diesem Artikel stelle ich drei Anpassungen vor, die jeweils nur wenige Minuten Zeit in Anspruch nehmen, Ihre Datenqualität aber deutlich verbessern.

Tracking der internen Suche

Bieten Sie Ihren Besuchern auf Ihrer Website ein Suchfeld an? Die Nutzung einer solchen internen Suche verrät Ihnen unzählige interessante Details über die Bewegungen der Benutzer Ihrer Website. Finden Ihre Besucher beispielsweise bestimmte Seiten nur über die Suche kann das daran liegen, dass diese in der Navigation zu versteckt sind oder Ihre Besucher Fachbegriffe nicht verstehen. Zudem erhalten Sie durch die eingegebenen Suchbegriffe Ideen für zusätzliche Inhalte, die Ihren Besuchern bisher auf der Website fehlen.

 

Das Tracking der internen Suche in Google Analytics lässt sich über die Profileinstellungen aktivieren. Zunächst müssen Sie den Suchparameter herausfinden. Fragen Sie dazu bei den Entwicklern Ihrer Website nach oder finden Sie diesen ganz einfach selbst heraus. Dazu führen Sie eine Suche durch und schauen sich die URL in der Adresszeile an. Das Wort oder der Buchstabe vor Ihrem eingegebenen Suchwort ist der Suchparameter. Diesen tragen Sie in den Profileinstellungen ein.

Google Analytics Tracking der internen Suche

Keine Panik, falls Sie bisher nicht von dieser Funktion wussten: Die URLs inklusive der Suchbegriffe finden Sie auch so in den Berichten Verhalten - Website-Content. Durch die kleine Änderung in den Profileinstellungen greifen Sie jedoch über einen eigenen Bericht darauf zu. Und erfahren so u.a. auch welcher Anteil der Besucher Ihre Suche nutzt, wie viele Besucher die Website nach einer Suche verlassen und wie lange die Besucher im Durchschnitt nach der Suche auf Ihrer Website verbleiben.

Berücksichtige Quellen anpassen

Die wichtigsten Suchmaschinen, wie natürlich Google selbst, Bing oder Yahoo berücksichtigt Google Analytics von Haus aus. Allerdings gibt es einige kleinere, lokale Suchmaschinen, die nicht ohne Weiteres als solche erkannt werden. Das verschlechtert die Datenqualität, denn diese Suchmaschinen tauchen in den Verweisen auf und verzerren damit die Verteilung des Traffics auf die unterschiedlichen Medien. Zudem werden bei diesen Suchmaschinen die Suchbegriffe nicht mit erfasst. Testen Sie selbst: Tauchen in den Berichten unter Akquisition - Alle Verweise z.B. suche.t-online.de oder suche.web.de auf, dann besteht Handlungsbedarf! 

 

Mit Universal Analytics geht die Anpassung ganz einfach: Im Bereich Verwalten - Property-Einstellungen - Tracking-Information gibt es Einstellmöglichkeiten für "Quellen der organischen Suche." Hier lassen sich zusätzliche Suchmaschinen hinzufügen.

Google Analytics Anpassung der berücksichtigten Quellen

Den Suchparameter findet man wie bei der internen Suche in der URL der Anbieter. Web.de und gmx.de nutzen beispielsweise den Parameter su, bei t-online.de lautet der Parameter q. Auf ähnliche Weise können Sie auch Verweise und Suchbegriffe ausschließen. So können Sie beispielsweise den Zugriff über die Suche nach ihrer exakten Domain (z.B. Suche nach www.katrin-mathis.de) nicht als organische Suche, sondern als direkten Zugriff zählen lassen.

 

Taucht in Ihrem Google Analytics Konto unter Tracking-Informationen - Tracking-Code ga.js auf, dann nutzen Sie noch die alte Google Analytics Version. Die Anpassung der berücksichtigten Quellen erfolgt in dem Fall etwas komplizierter über den Tracking Code. Sie können diese Version noch einige Monate weiter verwenden, ich empfehle Ihnen aber, sich bei Gelegenheit über den Wechsel zum neuen Universal Analytics zu informieren.

Eigene Zugriffe ausschließen

Wahrscheinlich besuchen Sie Ihre eigene Website regelmäßig selbst, um etwas nachzuschauen oder zu kontrollieren. Ziemlich sicher unterscheidet sich Ihr eigenes Verhalten von dem externer Besucher. Ihre eigenen Besuche werden jedoch genauso von Google Analytics erfasst und führen so zu einem verzerrten Eindruck.

 

Das lässt sich leicht ändern. Mithilfe von Profilfiltern können Sie die eigenen Zugriffe ausschließen. Eines sollten Sie allerdings beachten: Gefilterte Daten lassen sich nachträglich nicht wiederherstellen. Sie sollten also für den Ausschluss der IP Adressen eine zusätzliche Datenansicht (Profil) anlegen und zur Sicherheit immer ein Profil mit allen Rohdaten behalten. Für den Ausschluss von IP-Adressen steht ein vordefinierter Filter bereit. Dort lässt sich mit wenigen Klicks die eigene IP-Adresse eintragen. Bei IP-Adressbereichen in Firmen steht die Option beginnt mit bzw. endet mit zur Verfügung.

Google Analytics eigene Zugriffe über IP-Adresse ausschließen

 

Diese drei Änderungen kosten jeweils nur wenige Minuten Zeit, verbessern aber die Qualität Ihrer Google Analytics Daten deutlich. Die Zeit dazu sollten Sie sich möglichst bald nehmen, denn die Änderungen lassen nicht nicht rückwirkend anwenden, sondern werden erst ab dem Moment der Änderung wirksam.

 

Auch generell ist es von Vorteil, sich mit den vielfältigen Funktionen von Google Analytics vertraut zu machen. So lassen sich bessere Daten erheben und als Basis für Entscheidungen nutzen. Meine Checkliste hilft Ihnen, Potenziale zu erkennen und zu priorisieren.

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Katrin Mathis, UX Konzepterin und Service Designerin aus Freiburg

Katrin Mathis
MBA in Service Innovation & Design und BSc in OnlineMedien berät seit über 10 Jahren Unternehmen, die digitale Transformation zum Nutzen ihrer Kunden einzusetzen.

 

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